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10.05.2014 / Feuilleton / Seite 12

Kein Gewerbe

Ein linker Verlag in Großbritannien versucht, Schriften von Marx und Engels aus dem Internet zu nehmen

Wladek Flakin
Wie lautet dieses verdammte Marx-Zitat? Man hat es schon tausendmal gehört, aber kann sich nicht an den genauen Wortlaut und schon gar nicht an die Quelle erinnern. Wer danach googlet, landet, fast automatisch, beim Marxists Internet Archive (MIA).

Dieses Webarchiv (marxists.org) ist weltweit das größte seiner Art. Es verfügt über Zehntausende Texte in 60 Sprachen, nicht nur von Marx und Engels, sondern auch von Luxemburg, Lenin, Trotzki oder Guevara. Freiwillige Mitarbeiter haben diese Sammlung über zwei Jahrzehnte aufgebaut. Mit Erfolg: Jeden Monat werden rund zwei Millionen Seiten abgerufen.

Doch seit dem 30. April fehlen die Texte von Marx und Engels aus den ersten zehn Bänden der englischsprachigen »Collected Works« (MECW). Der britische Verlag Lawrence & Wishart hatte gedroht, das Archiv vor Gericht zu zerren, weil es die Urheberrechte an den Übersetzungen verletzt habe, über die der Verlag verfügt. Das MIA knickte ein und löschte 1662 Dateien von...



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