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05.05.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Zahlen sind nicht alles

Myanmars Wirtschaft boomt drei Jahre nach dem Ende der Militärdiktatur. Beim genauen Hinsehen werden zahlreiche Probleme deutlich

Thomas Berger
Um knappe acht Prozent könnte die Wirtschaftsleistung von Myanmar (Birma) in diesem Jahr zulegen. Nachdem im Finanzjahr 2013/14 (es endete am 31. März) 7,5 Prozent Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) registriert wurden, erwartet die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) in ihrer jüngsten Prognose 7,8 Prozent jeweils für dieses und nächstes Jahr. Auch wenn die Zahl bestenfalls einen Teil der wirtschaftlichen Wahrheit illustriert, ist unstrittig, daß die Ökonomie des südostasiatischen Landes weiter stark zulegen muß, um den Rückstand gegenüber vielen Nachbarstaaten in der Region aufzuholen. Das ASEAN-Mitglied läßt sich mit den ebenfalls im Staatenbund vereinten Thailand, Indonesien, Malaysia oder Vietnam nicht vergleichen. Unter den rund 190 Ländern weltweit rangiert es weit hinten.

Drei Jahre ist es her, daß in der noch jungen Hauptstadt Naypyidaw nach fast fünf Jahrzehnten Militärherrschaft eine nominell zivile Regierung unter Präsident Thein Sein das He...

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