02.05.2014 / Feuilleton / Seite 13

Die Geduld des Revolutionärs

Mit ihm kam ein sympathischer osteuropäischer Ton in die DEFA: Nachruf auf Erwin Stranka

F.-B. Habel
Als es im Herbst 1989 um die Berliner Gethsemanekirche herum unruhig wurde, ging manch ein Protestler ins nahegelegene Kino Colosseum, um dort den DEFA-Film »Zwei schräge Vögel« zu sehen und lachend Kraft zu schöpfen. Götz Schubert und Matthias Wien spielte zwei junge Informatiker, die ein Computerprogramm zu Schrott fahren und in die thüringische Provinz strafversetzt werden. Hier erleben sie den typischen DDR-Schlendrian und überflüssige Rituale, gehen Mißstände beherzt an und verlieben sich beide in dieselbe Kollegin. Sätze wie »Die wichtigste Eigenschaft des Revolutionärs ist Geduld« erhielten viel Beifall. Diese erste Glasnost-Komödie der DDR war vielleicht der beste Film von Regisseur Erwin Stranka und zugleich sein letzter.

Möglicherweise war auch der erste sein bester, das weiß niemand. In »Verliebt und vorbestraft« (1963) ...

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