25.04.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Neue Energieunion

Abkehr von Rußland: Befürworter einer europäischen Erdgasdiversifizierung erhalten durch den Konflikt um die Ukraine wieder Auftrieb

Jörg Kronauer
Die Begeisterung der Bundesregierung hält sich in Grenzen. Seit Wochen schon geht der polnische Ministerpräsident Donald Tusk mit der Idee hausieren, die EU solle eine »Energieunion« gründen. »Übermäßige Abhängigkeit von russischer Energie macht Europa schwach«, hat er zuletzt am Montag in einem Namensbeitrag in der Financial Times erklärt; die EU-Staaten sollten ihre Energiequellen deshalb so rasch wie möglich diversifizieren. Vor allem aber müßten sie die Verhandlungen über ihre Erdgaskäufe in Rußland in Brüssel zentralisieren. Regierungssprecher Steffen Seibert war am Mittwoch erkennbar bemüht, höflich zu bleiben. Natürlich nehme man die polnischen »Vorschläge sehr ernst«, beteuerte er; natürlich würden sie sorgfältig »geprüft«, und »sicherlich« seien sie »ein Gesprächsthema« beim Arbeitstreffen des polnischen Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am heutigen Freitag. Letztlich aber, das konnte Seibert nicht verhehlen, hält die Bundesregierung vo...

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