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25.04.2014 / Feminismus / Seite 15

Die Bücherfreundin

Bona Peiser war die erste Bibliothekarin in Deutschland. Ausgerechnet im Jahr ihres 150. Geburtstages soll in Berlin eine nach ihr benannte Bücherei geschlossen werden

Sabine Krusen
Wieder soll in Berlin eine Bücherei geschlossen werden: die Bona-Peiser-Bibliothek in der Oranienstraße. Im 50. Jahr ihres Bestehens ist sie einer von wenigen verbliebenen kommerzfreien und kulturellen Begegnungsorten in der Otto-Suhr-Siedlung des Stadtteils Kreuzberg. Ihre Mitarbeiterinnen engagieren sich besonders in der Leseförderung für Kinder. Vor 20 Jahren wurde die Bücherei mit Unterstützung des Bürgervereins Luisenstadt nach Bona Peiser benannt. Mit der für September geplanten Schließung würde gleichzeitig der Name einer für Berlin wichtigen Frau aus dem öffentlichen Bewußtsein schwinden.

Bona Peiser wurde vor 150 Jahren, am 26. April 1864, in Berlin geboren und war die erste deutsche Bibliothekarin. Die Tochter eines jüdischen Verlagsbuchhändlers lebte und arbeitete jahrzehntelang im Umfeld des Moritzplatzes und in der Spandauer Vorstadt. Ihr Bruder, der Orientalist Felix Ernst Peiser, ist in Fachkreisen bis heute bekannt. Für Bona war eine Beru...

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