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17.04.2014 / Thema / Seite 10

Hinreißender Staatsfeind

Rezension. Reza Aslan porträtiert Jesus von Nazaret als Sozialrevolutionär. In den USA wurde debattiert, ob ein Muslim so etwas überhaupt dürfe

Thomas Wagner
In der christlichen Überlieferung wird die Kreuzigung Jesu vor allem als Sta­tion eines religiösen Heilsgeschehens gedeutet: Durch sein eigenes Leid nimmt der Gefolterte die Sünden der Menschheit auf sich und überwindet schließlich den Tod. Wer an seine Auferstehung glaubt, wird selig, so sagt man. Der Reli­gionswissenschaftler Reza Aslan hat ein Buch über Jesus geschrieben, das alle Fragen, die mit Wundern, Erlösung oder dem Leben nach dem Tod zu tun haben, dahingestellt sein läßt. In »Zelot. Jesus von Nazaret und seine Zeit« (wie in der deutschen Ausgabe des besprochenen Buchs wird auch hier die ökumenische Schreibweise biblischer Namen verwendet) geht es ausschließlich um den Menschen Jesus, den Aslan als Sozialrevolutionär begreift. Der Autor, der an verschiedenen Universitäten der USA gelehrt hat, stammt aus einer muslimischen, aber nicht besonders religiösen Familie, die 1979 während der »Revolution« im Iran in die USA geflüchtet war. Dort begann si...

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