17.04.2014 / Medien / Seite 15

»Ich stelle provozierende Fragen«

Filmemacher in der Türkei haben knappe Budgets und sorgen sich um ihren politischen Spielraum. Ein Gespräch mit Pelin Esmer

Gitta Düperthal
Pelin Esmer (42 Jahre) ist Filmemacherin aus Istanbul. Beim Internationalen Frauenfilmfestival (IFFF) in Köln hat sie in der vergangenen Woche ihren Dokumentarfilm »10 vor 11« vorgestellt. Ihr Spielfilm »Watchtower«, der dort im vergangenen Jahr präsentiert wurde, kommt diesen Donnerstag in deutsche Kinos

Gibt es in der Türkei eine Zensur von Dokumentar- und Spielfilmen?

Zensur gibt es nicht nur in der Türkei, sondern überall auf der Welt – auf sehr unterschiedliche und mitunter auch subtile Weise. Es kommt immer darauf an, wieviel Experimentierfreudigkeit oder kritische Haltung jeweils genehm sind. Dabei geht es nicht nur um die Möglichkeit, Filme in Arthouse- oder großen kommerziellen Kinos zeigen zu können – es geht auch darum, ihre Finanzierung zu sichern.

Darüber entscheiden Verantwortliche in staatlichen Kulturförderungen oder Fernsehredaktionen. Je konservativer und festgefahrener diese sind, desto kleiner können die Spielräume von Kre...


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