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16.04.2014 / Ausland / Seite 7

Mehr Gewalt in Rio

Fußball-WM und Olympia lassen Kriminalität boomen. Trotz massiver Militär- und Polizeieinsätze steigen Überfall- und Mordrate in der Metropole

Norbert Suchanek, Rio de Janeiro
Die Fußball-WM steht vor der Tür, und Brasilien möchte der Welt schöne Bilder bieten. Da passen steigende Kriminalitätsraten in den Metropolen nicht ins Konzept. Sérgio Cabral Filho, Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, setzt deshalb – wie schon seit Beginn seiner Amtszeit 2006 – auf ein hartes Vorgehen: Elitetruppen von Militär und Polizei besetzen und kontrollieren Stadtviertel mit armer Bevölkerung (Favelas). Zum Einsatz kommen Panzerfahrzeuge und Hubschrauber. Amtlich heißt das »Befriedung«. Doch davon kann keine Rede sein.

So stürmten am 30. März 1500 Militärpolizisten und reguläre Polizeikräfte den Complexo da Maré, ein Konglomerat von mehreren, einst aus dem Mangrovengürtel der Millionenmetropole emporgewachsenen Favelas, zwischen Flughafen Galeão und Stadtzentrum. Insgesamt 2050 Fallschirmjäger, 450 Marineinfanteristen und 200 Militärpolizisten sollen nun im Maré-Komplex mit seinen 130000 Einwohnern bis nach der WM für Sicherh...

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