10.04.2014 / Feuilleton / Seite 13

Er wollte zu Gandhi

Eine Erinnerung an Herbert Fischer, den Indien-Experten der DDR

Martin Haffke
Im Jahr 1936 kommt ein junger Mann im Hafen der westindischen Metropole Mumbai an. Er will zu Gan­dhi. Er hat dem indischen Widerstandskämpfer einen Brief geschrieben – ohne die Adresse zu kennen: »An Mahatma Gandhi, Indien.« Und dessen Privatsekretär hat geantwortet: Man lebe unter schwierigen Umständen, wenn er dennoch kommen wolle: gern.

Herbert Fischer hat eine abenteuerliche Reise hinter sich. Der damals 22jährige stammt aus einer religiösen Handwerkerfamilie. Er wurde heute vor 100 Jahren in Herrnhuth geboren. In seiner Jugend war er wißbegierig und neugierig. Fremde Lände und Theologie beschäftigen ihn, wie er in seinem Buch »Unterwegs zu Gandhi« aus dem Jahr 2002 rückblickend beschreibt.

1933 verläßt er Deutschland, er geht erst nach Frankreich, dann nach Spanien. Schließlich unternimmt er eine abenteurliche Reise, zunächst auf dem Fahrrad, dann per Schiff, Bahn und Bus, die ihn nach Mumbai bringt. Von dort reist er nach Wardha in Zentrali...



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