03.04.2014 / Sport / Seite 16

Rechts vor links

Bei Fortuna Düsseldorf wird eine linke Fangruppe aus dem Block verbannt – von den eigenen Ultras

Florian Osuch
Hätten sich die im folgenden geschilderten Ereignisse nicht in Westdeutschland, genauer in Düsseldorf, zugetragen, sondern in einem ostdeutschen Bundesland, wären sie vermutlich ein Thema für die überregionale Presse gewesen. Noch immer werden Neonazismus, Homophobie und Rassismus im Fußball vor allem mit Clubs aus dem Osten in Verbindung gebracht. Tatsächlich gibt es in Stadien zwischen Ostsee und Erzgebirge ein Problem mit Rechten, doch eben auch zwischen Nordsee und Alpen – nur, daß dortige Vorkommnisse seltener Beachtung finden. Zuletzt häuften sich jedoch entsprechende Meldungen, unter anderem aus Dortmund und Duisburg. In Aachen und Braunschweig kapitulierten antifaschistische Fans vor rechten Gruppierungen.

Jetzt sorgt ausgerechnet Fortuna Düsseldorf für Schlagzeilen, ein Club, der laut dem Fußballmagazin 11Freunde zeitweise als »zweites St. Pauli« gehandelt wurde. Viele Jahre waren dort rechte Vorfälle im Vergleich zu anderen großen Clubs s...

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