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02.04.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Da tickt noch etwas

Euro-Finanzminister in Athen: Konkursverschleppung wird fortgesetzt. Weitere Milliarden für Griechenlands Gläubiger. Und Spielgeld für Putschisten

Klaus Fischer
Es gibt Leute, die wollen Finanzminister sein. Freiwillig. Dazu zählt Wolfgang Schäuble (CDU), Deutschlands Dauerbrenner auf diversen Kabinettsposten (Kanzleramt und Innenressort unter Kohl, Schatzmeister in Merkels Banken- und Euro-Rettungsteam). Noch am Montag hatte der ältere Herr den Außenpolitiker gegeben und Gemeinsamkeiten zwischen Rußlands Staatspräsidenten und Hitler ausgemacht. Am Dienstag schon saß er zusammen mit seinen Amtsbrüdern in Athen vor dem derzeit größten Scherbenhaufen Konzerneuropas: Der Euro-Zone.

Vielleicht hat es Schäuble gewurmt, daß Angela Merkel ihn wegen der Putin-Äußerungen gerüffelt hatte – Hitler-Vergleiche gelten inzwischen auch bei professionellen Realitätsverweigerern als eher uncool. Deshalb ließ sich der deutsche Kassenwart nicht lumpen und spendierte Griechenland – oder eher dessen Gläubigern – die nächsten vereinbarten Milliarden. Schließlich ist Schäuble nicht in erster Linie dilettantischer Dipl...

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