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28.03.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

»Kaum Übereinstimmungen«

Was tun? Die Linke muß eigenständige politische Inhalte vertreten, statt auf SPD und Grünen zu schielen. Ein Gespräch mit Sahra Wagenknecht

Rüdiger Göbel
Sahra Wagenknecht ist Erste ­Stell­vertretende Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag

In der Hochphase des Ukraine-Konflikts haben Sie mit Dietmar Bartsch zusammen ein Strategiepapier veröffentlicht über die Arbeit der Linken im Bundestag. »Wir sind DIE Opposition. Strategische Ausrichtung der Fraktionsarbeit in der 18. Legislaturperiode« ist es überschrieben. Bei genauer Lektüre zielt es darauf ab, nach den nächsten Wahlen mit SPD und Bündnis 90/Die Grünen die Bundesregierung zu stellen – also mit jenen beiden Parteien, die gerade Faschisten in der Ukraine verharmlosen und politisch hoffähig machen. In Ihrem Papier verweisen Sie darauf, daß SPD, Linke und Grüne eine »rechnerische Mehrheit« für eine Regierung hätten – wie würde diese den Staatsstreich in Kiew und das Referendum auf der Krim bewerten?

Ich finde diese Interpretation des Papiers absurd. Wer es liest, wird feststellen, daß seine Aussage im genauen Gegenteil besteht. Wir s...

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