21.03.2014 / Feminismus / Seite 15

Fast vergessen – und fehlinterpretiert

Zum 120. Geburtstag der Frauenrechtlerin, Schriftstellerin und Psychologin Alice Rühle-Gerstel

Christiana Puschak
Die Schriftstellerin, Feministin und Psychologin Alice Rühle-Gerstel ist weiterhin nahezu vergessen. Immer wieder wird der Versuch unternommen, ihr Leben und Werk, das der Emanzipation der Frau, der antiautoritären Erziehung und der Vorbereitung einer auf Solidarität und Gleichheit basierenden sozialistischen Gesellschaft gewidmet war, bekannt zu machen. Dem soll – laut Klappentext – nun eine neue Biographie und Werkanalyse dienen.

Sachlich informiert Autorin Jutta Friederich zunächst über das Leben der vor 120 Jahren am 24. März 1894 in Prag geborenen deutsch-jüdischen Fabrikantentochter. Sie studierte in Prag und München Philosophie und Germanistik und kam in dieser Zeit mit der Individualpsychologie Alfred Adlers in Berührung. Im Deutschland der Zwischenkriegszeit wurde sie durch zahlreiche Arbeiten zu Fragen der Arbeiter- und Frauenbewegung bekannt. 1921 heiratete sie den Rätekommunisten Otto Rühle, emigrierte 1936, ihrem Ehemann folgend,...

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