21.03.2014 / Ausland / Seite 8

»Wer nicht dort war, sollte besser die Klappe halten«

Wahlbeobachtung auf der Krim: Zumindest in Jalta und Umgebung gab es keine Beanstandung. Ein Gespräch mit Piotr Luczak

Peter Wolter
Piotr Luczak ist Mitglied der Linkspartei und Vorsitzender des Europäischen Zentrums für Geopolitische Analyse

Auf der Schwarzmeerhalbinsel Krim haben am Sonntag nach offiziellen Angaben bei einer Beteiligung von 83 Prozent 97 Prozent der Bevölkerung für den Anschluß an die Russische Föderation gestimmt. Diverse deutsche Kommentatoren unterstellen, die Zahl sei geschönt – haben Sie als Wahlbeobachter Hinweise darauf gefunden?

Wir wurden in Jalta und Umgebung eingesetzt und konnten zwölf Wahllokale überprüfen, die wir uns selbst ausgesucht hatten. Die Urnen waren aus Plexiglas und ordnungsgemäß versiegelt. Der Andrang vor den Wahlurnen war ungeheuer, so etwas habe ich in Deutschland noch nicht erlebt. Jung und Alt standen in langen Schlangen an – erst ab 15.00 Uhr ließ der Andrang nach.

Die Leute mußten ihre Pässe vorzeigen, der Name wurde auf der Wählerliste abgehakt und vom Wahlhelfer mit Unterschrift bestätigt. Erst dann wurde der Wahlzette...


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