20.03.2014 / Feuilleton / Seite 12

Anders organisieren

Für Lucien van der Walt und Michael Schmidt ist der Anarchismus ein Teil der internationalen Arbeiterbewegung

Patrick Spät
Wenn Chaos herrscht, kommt einem das Wort »Anarchie« schnell über die Lippen. Dabei meint der Begriff, so die berühmte Losung von Pierre-Joseph Proudhon, »Ordnung ohne Herrschaft«. Im Kern verfolgen Anarchisten genau dasselbe Ziel wie Sozialisten, nämlich eine freie Gesellschaft, in der die Produktionsmittel vergesellschaftet sind und alle nach ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten leben. Allerdings unterscheidet der Weg zu diesem Ziel diese Bewegungen:

Anarchistinnen lehnen eine staatliche Zwischenstufe über die »Diktatur des Proletariats« ab, weil sie Repressionen und Machtmißbrauch wittern. Sie setzen statt dessen auf eine dezentrale, kollektive und auf Konsens beruhende Organisation. Diese unterschiedlichen Wege kristallisierten sich ab 1864 mit der Gründung der Ersten Internationale heraus – und genau hier beginnt für den Soziologieprofessor Lucien van der Walt und den investigativen Journalisten Michael Schmidt, die beide in der südafrikanischen...

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