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19.03.2014 / Titel / Seite 1

Westen bloßgestellt

Krim und Sewastopol offiziell in Rußland aufgenommen. Hilflose Empörung in Kiew, Washington und Berlin. Transnistrien will jetzt auch russisch werden

Reinhard Lauterbach
Rußland hat die Republik Krim und die Stadt Sewastopol als neue »Subjekte« der Föderation aufgenommen. Ein entsprechendes Abkommen wurde am Dienstag in Moskau im Anschluß an eine Grundsatzrede Wladimir Putins vor beiden Kammern des Parlaments unterzeichnet. In den beiden neuen Bestandteilen Rußlands sollen drei Amtssprachen gelten: Russisch, Ukrainisch und Krimtatarisch. Die mehreren hundert Abgeordneten, Politiker, Militärs und religiösen Würdenträger im Saal quittierten die Unterzeichnung mit stehendem Beifall.

Putin hatte die Entscheidung zur Aufnahme mit den historischen Bindungen der Krim an Rußland und einer aktuellen Bedrohung von Leben und Gesundheit der russischsprachigen Bevölkerung durch die in Kiew an die Macht gelangten Putschisten begründet. Wörtlich sagte er: »Die Krim war immer russisch, ukrainisch und krimtatarisch – aber sie wird niemals den Bandera-Leuten gehören.« Die in Kiew mitregierende »Swoboda«-Partei beruft sich auf den Na...

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