15.03.2014 / Feuilleton / Seite 13

Das ist der Euro-Maidan

Ukrainische Faschisten für solche zu halten, gilt auf der Leipziger Buchmesse als »Unsitte«

Daniel Bratanovic
Während die Begeisterung über die Entwicklungen in der Ukraine sich in Kreisen der deutschen Wirtschaft merklich in Grenzen hält, ist auf der kulturellen Ebene von Zurückhaltung wenig zu spüren. Jedenfalls auf der Buchmesse. Einer der Programmschwerpunkte heißt »tranzyt. Kilometer 2014 – Literatur aus Polen, der Ukraine und Belarus«. Naheliegend, daß der Maidan in den Veranstaltungen stets wiederkehrendes Thema ist. Und wenig überraschend, daß die vorgestellten Autorinnen und Autoren die Proteste und den Umsturz euphorisch begrüßen. Die deutsche Betreuung Osteuropas erfolgt eben auch auf dem Feld der Kultur ausgesprochen gründlich.

Vasyl Cherepanyn bedauert, daß nicht alle die Sache so super finden wie er, daß es Autoren gibt, die sich in die innere Emigration zurückziehen und mit der Protestbewegung nichts zu tun haben wollen. Dabei könne man doch die Geburtsstunde eines neuen Europas beobachten. »Das hat in der Ukraine stattgefunden«, ruft der Di...

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