12.03.2014 / Ausland / Seite 7

Feuer auf Wehrlose

Griechische Küstenwache schießt – dem Dienstprotokoll folgend – auf Boot mit syrischen Flüchtlingen. Drei Verletzte

Heike Schrader, Athen
Zum zweiten Mal in diesem Jahr steht die griechische Küstenwache im Verdacht, Flüchtlinge unter Einsatz von Waffen in türkische Gewässer zurückgedrängt zu haben. Bei einem Vorfall, der sich bereits am 6. März ereignete, wurden nach Angaben der griechischen Wasserpolizei drei syrische Flüchtlinge verletzt. Die Küstenwache hatte versucht, ein Schnellboot, auf dem sie mitfuhren, mit Schüssen zu stoppen. Nach Angaben der Behörden hatte der Bootsführer versucht, der Küstenwache mit »gefährlichen Manövern« zu entkommen. Die Beamten hätten daraufhin, wie im Protokoll für solche Fälle vorgesehen, das Feuer eröffnet. Eine Frau wurde schwer verwundet, zwei Männer wurden leicht verletzt.

Nach Angaben des »Netzwerks sozialer Unterstützung für Flüchtlinge und Migranten« hat sich das Ereignis jedoch ganz anders zugetragen. Ein Mitglied der griechischen Organisation, das gleichzeitig Vertreter der syrischen G...

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