03.03.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Alles für den Umsturz

Orangen, Tulpen und Kornblumen: Die Designer-»Revolutionen« der US-Regierung und ihrer Verbündeten

Knut Mellenthin
Der »Euromaidan« in der Ukraine ist der jüngste Vorgang in einer langen Kette sorgfältig inszenierter, reichlich subventionierter Umstürze in Osteuropa und im Bereich der früheren Sowjetunion. Gemeinsam ist ihnen bisher allen, daß sie weder zur dauerhaften Installierung völlig zuverlässiger Marionettenregierungen noch zur Herstellung stabiler Verhältnisse und schon ganz und gar nicht zu dem versprochenen wirtschaftlichen Aufschwung geführt haben. Keine der »Revolutionen« verdiente diese Bezeichnung, die ihr von westlichen Medien verliehen wurde.

Am Anfang der Kette stand der Sturz der Regierung Jugoslawiens – damals nur noch bestehend aus Serbien und Montenegro – am 5. Oktober 2000. Der Schlußakt wochenlanger Proteste wurde als Erstürmung und Verwüstung des Parlaments durch ein paar tausend »friedlicher Demonstranten« vollzogen. In Ermangelung einer Selbstbezeichnung der Protestbewegung wurde im Westen der notdürftige Titel »Bulldozerrevoluti...

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