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03.03.2014 / Ausland / Seite 7

Ein Leben als Kämpfer

Chokwe Lumumba, Anwalt der »Black Power«-Bewegung und »revolutionärster Bürgermeister« der USA, ist tot

Jürgen Heiser
In Jackson, der Hauptstadt des US-Bundesstaats Mississippi, stürzte am vergangenen Dienstag eine Nachricht viele Einwohner in tiefe Trauer. Chokwe Lumumba ist tot. Er starb an akutem Herzversagen. Damit verlieren die USA ihren »revolutionärsten Bürgermeister«, wie ihn viele seiner Unterstützer seit seinem überraschenden Wahlsieg im Juni vergangenen Jahres nannten. Der 66jährige hatte als radikaler Linker und Bürgerrechtler 85 Prozent der Stimmen erhalten.

Lumumba war am 2. August 1947 als Edwin Finley Taliaferro in Detroit, Michigan, als Kind einer Arbeiterfamilie zur Welt gekommen. Wie viele in seiner Generation legte er den Sklavennamen seiner Vorfahren ab, um mit seinem selbstgewählten Namen seiner Identität als Nachkomme afrikanischer Vorfahren Ausdruck zu verleihen. Der Jackson Free Press erklärte er, »Chokwe« stehe für »den noch heute existierenden Stamm der Chokwe, der zu den letzten gehörte, die in Angola erfolgreich Widerstand gegen den Sklavenh...

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