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25.02.2014 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Kritiker ausgebootet

Bei UPS Hannover wird eine gewerkschaftlich orientierte Liste nicht zur Betriebsratswahl ­zugelassen. Ver.di wirft Wahlvorstand Tricksereien vor und schaltet Gerichte ein

Daniel Behruzi
Schlimmer als kein Betriebsrat ist für Beschäftigte ein »gelber« Betriebsrat – eine Belegschaftsvertretung also, die eher die Interessen des Unternehmers im Blick hat als die der Arbeiter. Die Hannoveraner Umschlagbasis des Paketdienstleisters UPS, wo etwa 750 Menschen arbeiten, ist bislang ein solcher Betrieb. Nicht einmal die gesetzlich vorgeschriebenen Betriebsversammlungen wurden hier in den vergangenen Jahren abgehalten. Eine Gruppe von ver.di-Mitgliedern hat sich vorgenommen, das zu ändern, und eine eigene Liste zur Wahl eingereicht. Doch der aus amtierenden Betriebsräten bestehende Wahlvorstand hat diese nicht zugelassen – unter fadenscheinigen Vorwänden, wie ver.di meint. Die Gewerkschaft schaltet deshalb nun die Gerichte ein. Per einstweiliger Verfügung soll das Arbeitsgericht Hannover die Zulassung der Kandidatenliste sicherstellen.

»Bei UPS in Hannover herrscht ein Klima der Angst und Willkür«, berichtet Ramazan Bayram, UPS-Beauftr...

Artikel-Länge: 6039 Zeichen

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