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21.02.2014 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Washingtons Geldkrieg

Beim G-20-Treffen droht Dissens. Schwellenländer und Ökonomen machen Geldpolitik der Fed für ökonomische Destabilisierung verantwortlich

Klaus Fischer
Am Wochenende treffen sich die Finanzminister und Notenbankchefs der G 20 (also der offiziell 20 wirtschaftlich wichtigsten Staaten). Die Beratungen im australischen Sydney dürften nicht sehr harmonisch werden. Grund ist eine enorme wirtschaftliche Destabilisierung in zahlreichen Schwellenländern aufgrund importierter Währungsturbulenzen. Die sind nach Ansicht wichtiger Repräsentanten der betroffenen Staaten – und auch renommierter westlicher Ökonomen – eine direkte Auswirkung jener Maßnahmen der US-Notenbank (Federal Reserve, Fed), die in den Medien verharmlosend als »lockere Geldpolitik« bezeichnet werden. Es wird erwartet, daß in Sydney vor allem Indien und Brasilien dieses Thema ansprechen werden. Der 1,2-Milliarden-Einwohner-Subkontinent und die führende Wirtschaftsmacht Lateinamerikas sind aktuell besonders hart von raschem Kapitalabfluß internationaler Investoren (Spekulanten) betroffen.

Washington will davon nichts wissen. Das Weiße H...

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