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21.02.2014 / Ausland / Seite 7

Wiege des Nationalismus

Ukraine: Was Lwiw zur Hochburg der Janukowitsch-Gegner macht

Reinhard Lauterbach
Wenn Ukrainer den im politischen Sinne europäischen Charakter ihres Landes unterstreichen wollen, zeigen sie mit ziemlicher Sicherheit Fotos der Stadt Lwiw. Tatsächlich besitzt die schönste Stadt der Ukraine, die in ihrer etwa 750jährigen Geschichte auch schon deutsch Lemberg, polnisch Lwów (gesprochen: Lwuw) und russisch Lwow hieß, ein Stadtbild, das mehr an das 300 Kilometer westlich gelegene Krakau erinnert, als an das 500 Kilometer östlich liegende Kiew oder gar das 1200 Kilometer entfernte Donezk. Das Zentrum steht auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes, das Opernhaus ist eine verkleinerte Kopie der Wiener Staatsoper, auf dem Korso steht ein Denkmal des polnischen Nationaldichters Adam Mickiewicz – und eine Seitenstraße des Korso trägt den Namen des tschetschenischen Separatistenführers Dschochar Dudajew.

Denn Lwiw will vor allem eines nicht sein: russisch. Man kommt hier, wenn man kein Ukrainisch spricht, besser mit Polnisch, Englisch oder ...

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