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21.02.2014 / Inland / Seite 5

Auf engstem Raum

NSU-Prozeß. Quartiergeber mutmaßlicher Neonaziterroristen verweigert Aussage. Zschäpe-Anwälte säen Zweifel an ständiger Wohngemeinschaft im Untergrund

Claudia Wangerin
Ein Zeuge, der über die Wohnsituation der Neonazis Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe kurz nach ihrem Untertauchen 1998 hätte berichten können, hat am Donnerstag im NSU-Prozeß vor dem Oberlandesgericht München die Aussage verweigert. Max Florian B. soll die Flüchtigen seinerzeit mehrere Monate in seiner Wohnung aufgenommen haben. Zudem besaß Mundlos seit 1998 einen Reisepaß auf den Namen des mutmaßlichen Unterstützers, gegen den die Bundesanwaltschaft ermittelt.

Gegenüber der Polizei hatte der heute 36jährige nach Aufdeckung des »Nationalsozialistischen Untergrunds« allerdings nicht vom Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch gemacht, sondern den Thüringer Beamten und dem Bundeskriminalamt unterschiedliche Versionen aufgetischt. Einem Polizeioberkommissar aus Thüringen, der ebenfalls am Donnerstag als Zeuge vernommen wurde, hatte B. erzählt, er habe 1998 bei einer Veranstaltung eine blonde Frau und einen Mann kennengelernt, die dann bei ihm in s...

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