17.02.2014 / Inland / Seite 8

»Arbeiter streiken ja auch während ihrer Arbeitszeit«

Nach Hamburger Schulstreik für Flüchtlinge: Letzte Woche taten es auch Lernende in Berlin. Bald bundesweite Aktionen? Ein Gespräch mit Annabel N

Wladek Flakin
Annabel (17) besucht die 12. Klasse an der Albert-Einstein-Oberschule in Berlin-Neukölln und ist dort aktiv in der Schülervertretung

Am vergangenen Donnerstag sind Sie nicht zur Schule gegangen. Was haben Sie statt dessen getan?

Ich war im Streik. Um 10 Uhr versammelten sich rund 2500 Schüler vor dem Roten Rathaus und demonstrierten bis zum Protestcamp der Geflüchteten am Oranienplatz, um ein Bleiberecht für alle zu fordern. Die Stimmung war gut; an der Spitze der Demonstration riefen wir, daß Geflüchtete hier willkommen sind. Ganz vorn dabei war die Ernst-Reuter-Schule. Dort haben viele Schüler einen Migrationshintergrund. Es gab dort ja Fälle von Abschiebung. Sie waren super motiviert. Aber auch an den Unis gab es Streikkomitees.

Wie lief der Streik an Ihrer Schule ab?

Am Morgen gab es Zubringerdemos aus verschiedenen Stadtteilen, doch von uns sind die meisten direkt zur Demonstrationen gefahren. Ich schätze, es waren fast 100 Teilnehmer aus unserer Sch...

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