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15.02.2014 / Inland / Seite 4

Mahngang und Freudentänze

Dresden war am Donnerstag (fast) nazifrei. 3000 Antifaschisten demonstrierten

Roman Waldheim
Halb Dresden schien auf den Beinen am Donnerstag nachmittag, dem 13. Februar. Immer mehr Menschen kamen vor dem Volkshaus am Schützenplatz zusammen. Es gab Vorkontrollen, aber die Polizei hielt sich sichtlich zurück. Hier war der Startpunkt des »Täterspuren-Mahngangs«, vom Bündnis »Dresden nazifrei« veranstaltet. »Wir wollen ein Gedenken, das die Täterspuren sucht und nicht die Opfermythen pflegt« – dieser Kritikpunkt an der städtischen Gedenkpolitik erntete auf der Kundgebung lauten Beifall. »Das Problem an Dresden ist, daß Geschichtsschreibung nicht als Prozeß der kritischen Auseinandersetzung aufgefaßt wird«, urteilte etwa das alternative Nachrichtenportal addn.me.

Zwangsarbeit, Kriegswirtschaft und tödliche Gewalt gegen Antifaschisten wie die Ermordung von neun Arbeitern durch die Polizei am 25. Januar 1933: Im Laufe des Mahnganges w...

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