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11.02.2014 / Inland / Seite 4

Nicht eigenständig

Baden-Württembergs Innenminister hilft der Bundesanwaltschaft, die Theorie vom Zufallsopfer beim Heilbronner Polizistinnenmord festzuklopfen

Claudia Wangerin
Die 2007 in Heilbronn ermordete Polizistin Michèle Kiesewetter soll rein zufällig Opfer des »Nationalsozialistischen Untergrunds« geworden sein – dies wird bereits vor Abschluß der gerichtlichen Beweisaufnahme in einem Bericht festgeklopft, den Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) am morgigen Mittwoch dem Landtag vorlegen will. Das Motiv für den versuchten Doppelmord an Michèle Kiesewetter und ihrem Kollegen Martin A. ist demnach allgemeiner Haß auf den Staat, der plötzlich in den Vordergrund trat, nachdem die Terroristen neun Jahre ohne nennenswerten Fahndungsdruck im Untergrund gelebt und – soweit bekannt – ausschließlich aus rassistischen Gründen getötet hatten.

Der Bericht basiert auf der Arbeit der »Ermittlungsgruppe Umfeld« (EG Umfeld), die das Landeskriminalamt (LKA) im Januar 2013 eingerichtet hatte, um Bezüge des NSU nach Baden-Württemberg zu untersuchen – auch über strafrechtlich relevante Verstrickungen ...

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