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11.02.2014 / Ausland / Seite 7

Strategisches Urteil

Atomkonzern Areva offiziell nicht korrupt. Pariser Gericht straft Kernkraftgegner ab

Jörg Tiedjen
Am vergangenen Freitag hat ein Pariser Gericht den Umweltaktivisten Stéphane Lhomme wegen »übler Nachrede« zu einer Geldstrafe von 1800 Euro verurteilt. Lhomme hatte dem französischen Atomkonzern Areva, an dem der Staat 79 Prozent der Anteile hält, korrupte Praktiken bei seinen Geschäften im Sahelstaat Niger vorgeworfen. Areva hatte auf ein Vielfaches der Summe geklagt, doch trotz der vermeintlich geringen Strafe wirft das Urteil Fragen auf.

Schon am 11. Dezember 2012 hatte Lhomme auf der Internetseite der von ihm gegründeten »Observatoire du Nucléaire« (Beobachtungsstelle Kernenergie) über Geschäfte von Areva im Niger berichtet und diese als »korrupt« bezeichnet, »wenn nicht im rechtlichen, so doch im moralischen Sinn«. Der Aktivist hatte erfahren, daß Areva dem nigrischen Staat damals einen »Zuschuß« von umgerechnet 27 Millionen Euro zukommen lassen wollte. Davon sei aber mehr als die Hälfte bereits verplant gewesen: für ein neues Flugzeug für den nigr...

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