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10.02.2014 / Politisches Buch / Seite 15

Radikale Neuausrichtung

ETA beendet den bewaffneten Kampf. Wie es die baskische Linke schaffte, mittels eines ­kompletten Strategiewechsels wieder zu erstarken

Gerd Schumann
Am 30. August 2008, 7.20 Uhr, verließ Arnaldo Otegi nach 15 Monaten Haft das Gefängnis von Martutene. Da ahnte der Sprecher der baskischen Linken bereits, daß ihm nicht viel Zeit »draußen« bleiben würde. 14 Monate sollten es schließlich werden bis zu seiner nächsten Verhaftung. Die mußten unbedingt genutzt werden. Mittels eines tiefgreifenden Strategiewechsels sollte das baskische Projekt »Freiheit«, für das so viele Menschen gestorben waren und so viele Familien gelitten hatten, gerettet werden. »Den Befreiungsprozeß auf eine neue Stufe heben«, lautete der Anspruch. Der wiederum würde nur dann verwirklicht werden können, wenn ihn die Basis der Linken in einer breiten Debatte teilte. Und: Wenn schließlich auch Euskadi Ta Askatasuna (ETA; Baskenland und Freiheit) das Ergebnis akzeptierte.

Unter nahezu konspirativen Bedingungen nicht nur Kritik zu wagen, sondern einen tatsächlichen Kurswechsel ohne Spaltung zu erreichen – wie diese Kärrnerarbeit bewä...

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