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03.02.2014 / Schwerpunkt / Seite 3

Geopolitisches Spiel

Aufstand in Kiew: Deutschland und die EU wollen die Ukraine in die eigene Hegemonialsphäre einbinden. Faschistische Gewalt wird dabei in Kauf genommen

Jörg Kronauer
Horst Teltschik ist unzufrieden. »Ja, natürlich«, antwortet der frühere Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz auf die Frage, ob eine Spaltung der Ukraine droht. Die Massenproteste eskalieren, scheinen das Land in einen westlichen und einen östlichen Teil zu zerreißen. Das ist gefährlich, warnt Teltschik, ein abgebrühter Außenpolitiker, der einst Kanzler Helmut Kohl (CDU) beriet, im Gespräch mit der Internetplattform EurActiv: An einer Spaltung der Ukraine »kann keiner Interesse haben«. Nicht Rußland, nicht die Bundesrepublik.

Auf den Kampf um Kiew, der seit Ende November auf ukrainischen Straßen und Plätzen tobt, hat Berlin sich lange vorbereitet. Im Prinzip gehe es »um zwei grundsätzliche Fragen«, hatte Theo Sommer, Exherausgeber der Zeit und ehemaliger Leiter des Planungsstabs im Bundesverteidigungsministerium, kurz vor dem EU-Gipfel in Vilnius im Dezember erklärt: »Wo soll die östliche Grenze der EU liegen, wo die westliche Grenze des russischen Ei...

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