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01.02.2014 / Feuilleton / Seite 12

»Er wollte nicht elitär sein«

Musik von Hanns Eisler als Soundinstallation in Berlin. Ein Gespräch mit Susan Philipsz

Sascha Stanicic
Susan Philipsz (geb. 1965) ist eine schottische Künstlerin, die in Berlin lebt. Im Museum Hamburger Bahnhof hat sie eine Soundinstallation geschaffen, die auf Filmmusik von Hanns Eisler (1898–1962) beruht.

Ihre Soundinstallation »Part File Score« in der historischen Halle des Hamburger Bahnhofs stützt sich auf drei filmmusikalische Kompositionen von Hanns Eisler. Warum Eisler?

Wie viele Künstler mußte Hanns Eisler vor den Nazis fliehen und emigrierte in die Vereinigten Staaten. Das war für mich der Ausgangspunkt. Ich habe mich mit der Frage der Emigration auseinander gesetzt. Eisler gehörte zu den vielen fantastischen Musikern, die in New York und Los Angeles landeten. Er war ein Schüler des berühmten Komponisten Arnold Schönberg und arbeitete mit Charlie Chaplin, Bertolt Brecht und Theodor Adorno zusammen. Er war ja Zwölf-Ton-Musiker und mußte dann für Hollywood arbeiten. Dabei schaffte er es, in seiner Filmmusik Zwölf-Ton-Kompositionen unters Volk...

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