27.01.2014 / Ausland / Seite 7

Polizeistadt Wien

Österreich: Tausende protestieren gegen Ball rechter Burschenschafter und der FPÖ. Behörden setzen auf Eskalation

Simon Loidl, Wien
Die Wiener Innenstadt ist am vergangenen Freitag von der Polizei regiert worden. Die von den Behörden ergriffenen Maßnahmen zum Schutz einer von der rechten Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) organisierten Tanzveranstaltung richteten sich nicht nur gegen die von den Mainstreammedien seit Wochen herbeigeschriebenen »gewaltbereiten Demonstranten«, sondern gegen alle Bewohner der Stadt. Um die 8000 Menschen ließen sich trotzdem nicht durch Kundgebungs- und Vermummungsverbote einschüchtern und protestierten gegen den in der Wiener Hofburg abgehaltenen »Akademikerball«, den einstigen »Ball des Wiener Korporationsrings« (WKR).

Die Polizei setzte von Beginn an auf Eskalation. 2000 Beamte in Kampfmontur waren abgestellt, um die Durchführung des Balls sicherzustellen und Demonstranten vom Ort des Geschehens fernzuhalten. Dafür wurden große Teile der Wiener Innenstadt zu einer Sperrzone erklärt, die größer war als jene beim Besuch des damaligen US-Präsidenten...

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