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24.01.2014 / Feminismus / Seite 15

Rollback in der Schweiz?

Am 9. Februar stimmen die Eidgenossen darüber ab, ob Schwangerschaftsabbrüche weiter von der obligatorischen Grundversicherung bezahlt werden oder nicht

Sabine Hunziker
Schwangerschaftsabbrüche sind in der Schweiz erst seit 2002 straffrei – wenn der Eingriff innerhalb der ersten zwölf Wochen durchgeführt wird. Mit dieser Gesetzesänderung wurde auch festgelegt, daß die Kosten aus dem Etat der für alle Bürger obligatorischen Grundversicherung der Krankenkasse beglichen werden. Elf Jahre später will eine Volksinitiative die Finanzierung des Abbruchs zur Privatsache machen. Am 9. Februar werden die Eidgenossen darüber abstimmen. Nach Meinung des überparteilichen Komitees, das den Entscheid auf den Weg gebracht hat, sollen die Eingriffe künftig von den Frauen selbst bezahlt werden, um das Budget der Krankenkasse zu entlasten – um angeblich gerade 20 Millionen Franken (16,2 Millionen Euro) pro Jahr. Die Fristenregelung werde als kostenloses »Abtreibungsmittel« mißbraucht und von der Allgemeinheit finanziert. Viele Bürger aber wollten nicht »Mittäter« bei der »Tötung von Ungeborenen« sein, heißt es in der Begründung...

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