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20.01.2014 / Ausland / Seite 6

Streit um »die vier Schläfer«

Polnische Rechte will Wiederaufstellung eines Denkmals für die sowjetischen Befreier in Warschau verhindern

Reinhard Lauterbach, Nekielka
Am Freitag war der 69. Jahrestag der Befreiung Warschaus von der nazideutschen Besatzung. Am zentralen sowjetischen Ehrenmal an der Straße zum Flughafen fand die aus diesem Anlaß übliche Kranzniederlegung durch den russischen Botschafter, Politiker der postsozialistischen Sozialdemokraten und Veteranen der Polnischen Volksarmee statt. Lebhafter ging es auf dem Platz vor dem Wilnaer Bahnhof im Osten von Warschau zu. Dort verteilten politische Gegner jeweils Flugblätter an die Passanten: Sozialdemokraten und Veteranen auf der einen Seite, überwiegend zwei Generationen jüngere Mitarbeiter des rechtslastigen »Instituts für Nationales Gedenken« auf der anderen Seite. Vertreter beider Gruppierungen beschimpften sich gegenseitig als »Grünschnäbel« und »rote Socken«. Worum ging es?

66 Jahre lang stand auf dem Platz vor dem Wilnaer Bahnhof das Denkmal der »polnisch-sowjetischen Waffenbruderschaft«. Es erinnert an die Befreiung der Stadt und den Anteil, den auf so...

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