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16.01.2014 / Inland / Seite 5

Brandstiftung belegt

NSU-Prozeß. Finales Feuer gefährdete mehrere Menschen. Verletzter Polizist heute im Zeugenstand

Claudia Wangerin, München
Der Münchner Prozeß um die Mord- und Anschlagsserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) wird voraussichtlich noch mindestens ein Jahr dauern. Weil aber die sachlogische Reihenfolge heillos durcheinandergeraten ist, konnte bereits am Mittwoch die Beweisaufnahme zur finalen Brandstiftung in der Zwickauer Wohngemeinschaft der Hauptangeklagten Beate Zschäpe und ihrer toten Komplizen abgeschlossen werden. Am 4. November 2011 soll sie den Brand gelegt haben, um Beweismittel zu vernichten. Das ist von allen Zschäpe zur Last gelegten Taten diejenige, die sich am leichtesten auf klassisch kriminalistische Weise nachweisen läßt: Nachbarn sahen sie beim Verlassen der Wohnung und bezeugten, wie sie die Katzen in Sicherheit brachte; an ihren Socken fanden sich später Benzinspuren.

Mindestens fünf Liter Benzin, womöglich aber bis zu 20, müssen vor der Brandlegung in der Zwickauer Frühlingsstraße verschüttet worden sein – allerdings aus mindestens zwe...

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