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15.01.2014 / Inland / Seite 2

Schweigerecht nicht reklamiert

NSU-Prozeß. Bleiben Falschaussagen von Szenezeugen ohne Konsequenzen?

Claudia Wangerin, München
Szenezeugen lügen offensichtlich; und das bislang ohne Konsequenzen. Darauf haben am Dienstag Nebenklagevertreter im Prozeß um die Morde und Anschläge der Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) hingewiesen.

Falsche Angaben und vorgetäuschte Erinnerungslücken warf Rechtsanwalt Alexander Hoffmann in einer Erklärung vor dem Oberlandesgericht München dem Zeugen Alexander S. vor. Der alte Freund des angeklagten Terrorhelfers Holger Gerlach ist in anderer Sache schon einmal wegen uneidlicher Falschaussage verurteilt worden. Im NSU-Prozeß war S. vor einer Woche befragt worden, weil Gerlach dem 33jährigen Kaufmann und dessen Gattin 300 Euro für die Krankenversicherungskarte der Frau gezahlt hatte. Angeblich überließen sie ihm die Karte an einem »feuchtfröhlichen Abend« 2005 oder 2006, ohne zu ahnen, daß sie für Beate Zschä...

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