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13.01.2014 / Inland / Seite 4

Teurer Flop

Bundesrechnungshof prüft Deutschlandstipendium. Millionenschwere Werbekampagnen verpuffen wirkungslos. Programm bleibt weit hinter Zielen zurück

Ralf Wurzbacher
Auf der Webseite zum Deutschlandstipendium prangt nebst dem Bild einer lächelnden Johanna Wanka (CDU) in großen Lettern: »Ein voller Erfolg für Sie und sie«. Das zweite »sie« ist nicht auf die amtierende Bundesbildungsministerin, sondern eine Stipendiatin gemünzt, die sich über ihre Förderung freut. Dazu hat sie allen Grund, denn viele können das nicht. Nach bald drei Jahren, die das Programm existiert, kommen heute gerade einmal 14000 zum Zuge. Eigentlich hätten zu diesem Zeitpunkt fast doppelt so viele versorgt sein sollen, in ein paar Jahren gar acht Prozent aller Studierenden. 2012 waren es nur 0,6 Prozent, und ginge es in dem Tempo weiter, wäre das Langzeitziel »erst in über 20 Jahren« zu schaffen.

Die Prognose hat nicht irgendwer angestellt, sie stammt vom Bundesrechnungshof (BRH) und steht so schwarz auf weiß in seinem Jahresbericht 2013. Den Finanzwächtern mißfällt aber nicht nur die Hängepartie, die das Deutschlandstipendium hinlegt, mehr noch s...

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