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08.01.2014 / Antifa / Seite 15

Wo vor 80 Jahren die Nazis wüteten

Eine digitale Landkarte markiert die Orte der faschistischen Bücherverbrennung

Gitta Düperthal
Seit vergangenem Freitag ist unter der Internetseite verbrannte-orte.de ein Atlas zu den Bücherverbrennungen der Nazis zu finden. Jan Schenk, freier Fotograf aus Berlin, hat das Projekt Ende 2012 ins Leben gerufen. Auf einer Deutschlandkarte will er mehr als 80 Orte und Plätze verzeichnen, wo die Nazis einst die Werke unliebsamer Autoren öffentlich vernichteten – in manchen Städten geschah das gleich an mehreren Stellen.

Schenk will verdeutlichen, wie flächendeckend die »Aktion wider den undeutschen Geist« angelegt war. »Im Geschichtsunterricht erfahren Schüler zu wenig«, so der 32-jährige Fotograf gegenüber jW. Er selber habe deshalb früher gedacht, einzig am Bebelplatz in Berlin seien 1933 Bücher verbrannt worden. Nun ist er quer durch die Republik gereist, um diese Schauplätze zu fotografieren und mit historischen Erläuterungen und Erinnerungen von Zeitzeugen darzustellen: Neubrandenburg, Neustrelitz, Rostock, Greifswald, Schwerin, Pirna und Dre...

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