Schwarzer Kanal
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06.01.2014 / Feuilleton / Seite 13

Start up einer Musealisierung

Die »Erfurter« Subkultur der 60er, 70er und 80er – eine Hängung ohne Deutung

Su Tiqqun
Ich war nicht Untergrund, ich war mein eigener Abgrund«, bekennt Magdalena Häfner, die unerwünscht war im Verband der Bildenden Künstler der DDR. Abgrund sein, das raunt konsequenter, als am Abgrund zu stehen und hinabzuschauen. Nicht mal Vergil wollte da hinein, doch die DDR-Punkmaler der 80er lebten ihren Abgrund in extremis.

Trotz Verneinung wird Magda Häfner zur Untergrundkünstlerin erklärt. Ihr Statement flankieren lapidare Eckdaten im ansonsten textstrotzenden Katalog zur Ausstellung »Zwischen Ausstieg und Aktion. Die Erfurter Subkultur der 60er, 70er und 80er Jahre«.

Den Terminus »Subkultur« gab es zwar nicht im DDR-Sprachgebrauch, doch die Arbeiten der Ateliergemeinschaft der 60er und des Atelierbundes der 70er, dem Häfner nahestand, ohne sich zugehörig zu fühlen, dienen der Beweisführung der Ausstellungsmacher. Hauptsache Sub, damit keine weißen Kunstlöcher übrig bleiben.

Das ist insofern richtig, als »Detailuntersuchungen«, wie Christoph Tann...





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