04.01.2014 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Habe in BRD nie etwas Illegales gemacht«

Gespräch mit Abdurrahman Karatas und Sait Öztürk. Über den Widerruf einer Anerkennung als politischer Flüchtling in der Bundesrepublik und die diffusen Begründungen dafür

Alexander Bahar
Abdurrahman Karatas (Stuttgart) und Sait Öztürk (Heilbronn) sind kurdische Journalisten. Sie wurden in Deutschland ursprünglich als politische Flüchtlinge anerkannt, sind aber derzeit mit massiven Schikanen deutscher Behörden konfrontiert. Nachdem ihre Asylanerkennung widerrufen wurde, leben sie und ihre Familien in ständiger Furcht vor der Ausweisung.

Herr Karatas, seit wann sind Sie in Deutschland, und warum mußten Sie seinerzeit die Türkei verlassen?

A. K.: Ich lebte bis 1994 in meinem Heimatort Cizre in der Provinz Sirnak. Ich nahm zusammen mit anderen an einer Newroz-Feier teil. Dort wurde ich festgenommen und 20 Tage lang schwer gefoltert. Die Beschuldigung lautete auf politische Arbeit für die verbotene Kurdische Partei der Arbeit, die PKK. Meine Familie hatte schon alle Hoffnung aufgegeben, daß ich noch am Leben sei. Per richterlichem Entscheid wurde ich nach Diyarbakir geschickt, wo man mich ein Jahr und acht Monate lang gefangenhielt. Kurz nach ...

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