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18.12.2013 / Feuilleton / Seite 13

Mit stoischer Haltung

Sehr »tschechisch«, wenn man so will: »Alois Nebel« im Kino

Peer Schmitt
Regen, Schnee, dann wieder Regen. Viel davon. Das Wetter im Altvatergebirge/Hrubý Jeseník, dem östlichsten Teil des sogenannten Sudetenlandes, ist scheinbar eher rauh. Jedenfalls wenn man Tomas Lunaks Animationsfilm »Alois Nebel«, einer Adaption der gleichnamigen Comic-Trilogie von Jaromir 99 und Jaroslav Rudis, glauben möchte. Ein Animationsfilm über Meteorologie?

Die Titelfigur, ein einsamer (zölibatärer) Eisenbahnangestellter im fiktiven und exemplarisch gottverlassenen Dörfchen Bily Potok, tauscht mit einem Kollegen zu Beginn gewichtige Informationen aus: »Könnte bald regnen.« – »Hmmh.« Das könnte sich dann durchaus wieder um einen symbolischen Regen handeln.

Der Lakonie des Dialogs entspricht der rohe visuelle Stil des Films. Er ist im Rotoskopieverfahren gedreht, das fast so alt ist wie das Kino selbst (patentiert seit 1915). In seiner klassischen Variante wird ein Film auf eine Glasscheibe projiziert und dann Frame für Frame je nach Bedarf ...



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