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14.12.2013 / Feuilleton / Seite 12

Ist Schenken Glückssache?

Unter vier Augen

Jutta Resch-Treuwerth
Genau das ist es, was die Menschen in der Vorweihnachtszeit so verrückt macht – das Schenken. Wem muß, wem sollte etwas geschenkt werden? Mit diesem Druck hetzen sie durch die Geschäfte, bevölkern Märkte, tummeln sich in den Internet-Shops, klemmen sich selbst am Weihnachtstag kurz vor Schluß durch die Ladentüren. Die Schenkenden stehen unter Zwang, was ja eigentlich mit dem Schenken, das eine vollkommen freiwillige Angelegenheit ist, nichts mehr zu tun hat. Sie sind sogar bereit, für den Streß in diesem Jahr durchschnittlich 300 Euro auszugeben. Diese Großzügigkeit kommt nicht etwa von innen, also vom Herzen, mit dem man ja schenken soll. Sie kommt von den Banken, die nichts mehr zu »verschenken« haben an fleißige Sparer. Also kann das Geld auch ausgegeben werden.

Das letzte Hemd zieht sich aber niemand aus, um anderen eine Freude zu machen. Schon gar nicht diejenigen, die bei den Spenden-Galas mal ganz tief ins Portemonnaie greifen. Das war schon...

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