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14.12.2013 / Inland / Seite 5

Exklusive Demokratie

Bertelsmann-Stiftung diagnostiziert »soziale Spaltung der Wählerschaft« bei der Bundestagswahl im September. Autoren schlagen unter anderem Plicht zur Teilnahme vor

Michael Zander
Je prekärer die lokalen Lebensverhältnisse, desto weniger Menschen gehen wählen. Dies ist das Ergebnis einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Bundestagswahl 2013. Die Autoren Armin Schäfer, Robert Vehrkamp und Jérémie Felix Gagné untersuchten Daten aus 1644 Stadtteilen und ländlichen Stimmbezirken. Die Wahlbeteiligung, so ihr Befund, fällt dort gering aus, wo die Erwerbslosenquote hoch ist und Menschen über wenig Kaufkraft sowie relativ niedrige Bildungsabschlüsse verfügen.

In »Nichtwählerhochburgen« wie Köln-Chorweiler, Leipzig-Volkmarsdorf oder Bremen-Tenever liegt der Erwerbslosenanteil bei rund 20 Prozent, umgekehrt sind in Quartieren mit 90 Prozent Wahlbeteiligung – etwa Köln-Hahnwald oder Hamburg-Nienstedten – weniger als drei Prozent der Stimmberechtigten ohne Arbeit. Dieser Trend zeigt sich bundesweit in allen Untersuchungsgebieten. Der Zusammenhang zwischen Kaufkraft und Wahlverhalten läßt sich sogar...

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