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14.12.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Iran mit dem Rücken zur Wand

Große Kluft zwischen Zusagen und Realität

Knut Mellenthin
Die US-Regierung gibt den Wert der Sanktionserleichterungen, die Iran während des vereinbarten sechsmonatigen Moratoriums zugute kommen sollen, mit ungefähr sieben Milliarden Dollar an. Im Genfer Abkommen selbst stehen keine Zahlen. Der größte Posten in dieser Kalkulation sind 4,2 Milliarden Dollar aus laufenden Ölverkäufen. Das hat mit der Freigabe eingefrorener Guthaben, die oft in diesem Zusammenhang ins Spiel gebracht wird, nichts zu tun. Hintergrund ist vielmehr, daß Irans Kunden auf Washingtons Geheiß ihre Ölimporte über Sperrkonten abwickeln müssen. Iran hat darauf nur eingeschränkt Zugriff, indem es dafür aus den jeweiligen Ländern einige von den USA erlaubte Waren beziehen darf, beispielsweise Lebensmittel. Auf diese Weise hat sich auf den Sperrkonten bereits viel Geld angesammelt. Allein bei den wichtigsten Käufern iranischen Öls – China, Indien, Südkorea und Japan – liegen zusammen 38 Milliarden Dollar fest. Auf einen kleinen Teil d...

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