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09.12.2013 / Inland / Seite 2

»Wir fordern ein Signal gegen Ausgrenzung«

Ver.di Abteilung lehnt Mitgliedschaft von Hamburger Lampedusa-Flüchtlingen ab. Dagegen regt sich Protest. Ein Gespräch mit Anna Basten

Gitta Düperthal
Anna Basten vom ver.di Arbeitskreis »Undokumentierte Arbeit« ist Mitverfasserin des offenen Briefes »Migrationskontrolle ist nicht unsere Sache«

Seit 300 Geflüchtete der Gruppe »Lampedusa in Hamburg« im Juli der Gewerkschaft ver.di beitraten, ist dort eine kontroverse Debatte entbrannt. Sie kritisieren nun das »Ressort Organisationspolitik« in ver.di, weil es ablehnt, für »Sans Papiers« (Papierlose) ohne Arbeitserlaubnis zuständig zu sein. Sie haben eine andere Vorstellung von Gewerkschaft?

Ja, alle Menschen müssen sich in unserer Gewerkschaft engagieren und organisieren können, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus. In einigen ver.di-Bezirken gibt es längst Anlaufstellen für Sans Papiers wie unseren Arbeitskreis »Undokumentierte Arbeit« in Berlin. Unser Ziel ist es, daß auch sie sich für ihre Arbeitsrechte einsetzen können. Die meisten von ihnen werden ausgebeutet. Wir fordern von Gewerkschaften, sich für alle Menschen zu öffnen, die hier leben und arbe...

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