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21.11.2013 / Inland / Seite 5

»Nicht nur Mitleid«

NSU-Prozeß. Die Mutter des mutmaßlichen Neonazikillers Böhnhardt ist dankbar, daß sich die Opferfamilien nicht an ihr rächten

Claudia Wangerin, München
Die Mutter des mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt hat am zweiten Tag ihrer Zeugenvernehmung vor dem Oberlandesgericht München doch noch Mitgefühl für die Angehörigen der Opfer des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) ausgedrückt. »Das tut uns unendlich leid«, sagte Brigitte Böhnhardt am Mittwoch auch im Namen ihres Mannes. »Ich würde sicher was drum geben, um das ungeschehen zu machen.« Sie habe »nicht nur Mitleid, sondern Mitgefühl«, denn sie selbst könne »diese Ungewißheit über Jahre« mit am besten verstehen. Auch sie habe lange Zeit nicht gewußt, was mit ihrem Sohn geschehen sei, sagte sie mit Blick auf die Familien, deren Angehörige nicht als Opfer einer rassistischen Mordserie gesehen wurden, bis die Existenz des NSU 2011 durch den Tod ihres Sohnes und seines Komplizen Uwe Mundlos aufgedeckt wurde. Brigitte Böhnhardt fügte hinzu, sie sei den Opferfamilien »dankbar, daß sie sich nicht an uns gerächt haben«. Davor habe sie Angst gehabt...

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