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21.11.2013 / Ausland / Seite 7

Neues Blut auf dem Tahrir

Revolutionäre Jugendgruppen protestieren in Ägypten gegen Übergangsregierung. Bei Gedenken für Massaker-Opfer sterben in Kairo zwei Demonstranten

Sofian Philip Naceur, Kairo
Erstmals seit der Absetzung des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi durch die Armee im Juli versammelten sich am Montag und Dienstag wieder revolutionäre Jugendgruppen auf dem Tahrir-Platz. Im Stadtzentrum der Hauptstadt Kairo gedachten sie der Opfer des Massakers in der Mohammed-Mahmoud-Straße im November 2011 und protestierten gegen die Übergangsregierung, die Armee und die Muslimbruderschaft. Seit dem Sturz des Islamisten Mursi hat sich das Land am Nil zunehmend polarisiert. Proteste säkularer anti-militaristischer Gruppen gegen die Herrschaft des Militärs wurden marginalisiert, Demonstranten als »verräterisch« denunziert oder schlicht mit den Muslimbrüdern gleichgesetzt. Das Land sah zuletzt fast ausschließlich Kundgebungen der Muslimbrüder oder der Anhänger des neuen starken Mannes am Nil, Armeechef und Verteidigungsminister General Abdel Fattah Al-Sisi. Das Militär schwimmt derzeit auf einer Welle der Popularität und gebärdet sich als Verteidiger...

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