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20.11.2013 / Ausland / Seite 6

»Historischer Erfolg«

Chiles Linke gewinnt Parlamentsmehrheit. Diskussion um Verfassungsreform

André Scheer
Ob Chile künftig von Michelle Bachelet oder Evelyn Matthei regiert wird, entscheidet sich am 15. Dezember in einer Stichwahl. Bachelet, die Kandidatin des Linksbündnisses »Neue Mehrheit«, verfehlte am vergangenen Sonntag mit 46,67 Prozent der Stimmen relativ knapp den Durchmarsch in der ersten Runde, geht jedoch als klare Favoritin in die Nachspielzeit. Die rechte Matthei liegt mit 25,01 Prozent der Stimmen weit hinter der Führenden und kann kaum auf Unterstützung der unterlegenen Kandidaten rechnen. Marco Enríquez-Ominami, der als unabhängiger Kandidat mit knapp elf Prozent auf den dritten Platz gekommen war, will offenbar keine Wahlempfehlung abgeben. Sein Ziel sei eine verfassunggebende Versammlung, dafür werde er weiter kämpfen. Letztlich dürften seine Anhänger aber mit Bachelet gehen, in deren Lager zumindest ein Teil ebenfalls grundsätzliche Verfassungsreformen in Angriff nehmen will. Der inhaltlich eher Matthei nahestehende Populist Franco Parisi s...

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