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18.11.2013 / Inland / Seite 4

»Sklavenlager« in Bremen

Die Firma BLG Logistics gilt als Vorzeigeunternehmen. Angestellte klagen über Lohndumping und unzulässige Kontrollen. Auch Kritik an der Gewerkschaft ver.di

Benjamin Eichler
Das Land Bremen ist mit über 50 Prozent Mehrheitseigner der Bremer Lagerhaus Gesellschaft, international bekannt als BLG Logistics. Am 26. Juni 2012 feierte die BLG Logistics das Richtfest für die Erweiterung des Hochregallagers im Bremer Güterverkehrszentrum. Seit Mitte des laufenden Jahres wird das Online­geschäft des Großkunden Tchibo dort abgewickelt. Der Umsatz ist im vergangenen Jahr um 13,5 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro gestiegen und mit 9000 Beschäftigten im Land Bremen und 16000 weltweit ist die BLG das größte Unternehmen mit Firmensitz im Bundesland. Hunderte weiterer Arbeitsplätze entstanden durch den Bau des neuen Hochregallagers. Doch unter welchen Bedingungen? Der Großteil der Arbeit im Hochregallager wird von prekär Beschäftigten verrichtet. Ohne wirklichen Kündigungsschutz und mit niedriger Entlohnung. Die Beschäftigten nennen ihren Arbeitsplatz »Sklavenlager«.

Die Belegschaft besteht zum größten Teil aus Angestellten des Personald...

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