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14.11.2013 / Ansichten / Seite 8

Kirchlicher Sonderweg

EKD bestreitet Streikrecht

Daniel Behruzi
Es ist genug für alle da – so lautete das Motto der Synode der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), die am Mittwoch in Düsseldorf zu Ende gegangen ist. Es bezieht sich allerdings auf das Thema Welternährung, nicht auf die mehr als 670000 Menschen, die Diakonie und verfaßte Kirche hierzulande beschäftigen. Diese sind nicht nur vielfach unterbezahlt – die Einkommen von Pflegern und Erzieherinnen in diakonischen Einrichtungen liegen um bis zu zehn Prozent unter denen des öffentlichen Dienstes. Auch das Grundrecht auf Streik wird ihnen verwehrt. Die Beharrung der Kirchenspitze auf undemokratische Relikte der Vergangenheit hat einen handfesten ökonomischen Grund: Auf dem hart umkämpften Sozial- und Gesundheitsmarkt verschafft sie der Diakonie einen strategischen Wettbewerbsvorteil.

Die EKD-Funktionäre selbst preisen ihren Beschluß als »deutliche Öffnung« gegenüber den Gewerkschaften. Das müssen sie auch. Schließlich hat das Bundesarbeitsgerich...

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